Rendsburg plant für 2027 bis zu 13 Millionen Euro Defizit

Rendsburg rechnet für 2027 unter den derzeit bekannten Rahmenbedingungen mit einem Defizit von bis zu 13 Millionen Euro. Das geht aus dem Haushaltsentwurf hervor, der den Mitgliedern der Gremien in dieser Woche zugestellt wurde. Über den Entwurf ist damit noch nicht abschließend entschieden.
Zu den größten geplanten Investitionen zählt der Neubau der Feuerwache: Dafür sind im kommenden Jahr 13 Millionen Euro vorgesehen. Mehr als neun Millionen Euro sollen in den Schulbereich fließen, vor allem in den Ausbau der Offenen Ganztagsschulen. Auch die Innenstadtentwicklung und der Erhalt bestehender Gebäude sind Teil der Planungen.
Weitere Hintergründe zum Bauprojekt finden sich in unserem Bericht über den Spatenstich für die neue Feuerwacheexterner Link, öffnet ein neues Fenster.
Sinkende Einnahmen und steigende Ausgaben
Als Belastungen nennt die Stadt unter anderem voraussichtliche Tarifabschlüsse und eine rückwirkende Besoldungserhöhung für Beamtinnen und Beamte. Rund 30 Prozent des städtischen Haushalts entfallen demnach auf Personalkosten. Zugleich werden die Schlüsselzuweisungen des Landes voraussichtlich um 2,8 Millionen Euro sinken. Die Kreisumlage soll um rund 1,6 Millionen Euro auf insgesamt etwa 15 Millionen Euro steigen.
Die Stadt hat nach eigenen Angaben bereits Einsparungen umgesetzt, insbesondere im Personalbereich. Unter anderem seien frei gewordene Stellen nicht neu besetzt worden. Gemeinsam mit den Fraktionen sollen weitere Einsparmöglichkeiten geprüft und Prioritäten gesetzt werden.
Bürgermeisterin Janet Sönnichsen sieht die Stadt mit wachsenden Aufgaben und geringeren finanziellen Spielräumen konfrontiert. Sie hoffe, dass das Land Lösungen finde, um die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen zu beseitigen.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.