Machbarkeitsuntersuchung zur U5-Verlängerung von Osdorfer Born nach Schenefeld
Hamburg, Kreis Pinneberg und Partner prüfen bauliche Umsetzbarkeit, Nutzen-Kosten-Verhältnis und Folgekosten
Die Freie und Hansestadt Hamburg und der Kreis Pinneberg wollen die Verlängerung der U-Bahnlinie U5 vom Osdorfer Born nach Schenefeld im Rahmen einer Machbarkeitsuntersuchung prüfen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde geschlossen. Ziel der Untersuchung ist es, die bauliche Umsetzbarkeit, das Nutzen-Kosten-Verhältnis sowie die Folgekosten einer möglichen Verlängerung umfassend zu bewerten.
Nach Angaben der Beteiligten würde eine direkte Anbindung Schenefelds an das Hamburger U-Bahn-Netz die Verbindung zwischen Stadt und Umland in der Metropolregion Hamburg stärken. Da der überwiegende Teil der geplanten Strecke auf dem Gebiet des Kreises Pinneberg verlaufen würde, übernimmt der Kreis Pinneberg die Finanzierung und die Federführung bei der Koordination des Projekts. Das Vorhaben wird vom Land Schleswig-Holstein und der Stadt Schenefeld unterstützt. Mit der Durchführung wird die Hamburger Hochbahn AG beauftragt. Die Freie und Hansestadt Hamburg steht insbesondere bei Fragen zu den Hamburger Streckenabschnitten beratend zur Seite.
Im Rahmen der Machbarkeitsuntersuchung sollen die Trassenführung, die Haltestellenlage sowie technische und betriebliche Anforderungen analysiert werden. Auch Umweltaspekte, städtebauliche Auswirkungen und die Integration in das bestehende Verkehrsnetz werden berücksichtigt. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für weitere politische und planerische Entscheidungen dienen.
Stimmen zum Projekt
Anjes Tjarks, Verkehrssenator Hamburg: Er freue sich, dass der Kreis Pinneberg und das Land Schleswig-Holstein mit der Machbarkeitsstudie nun die U5-Verlängerung nach Schenefeld untersuchten. Die Vereinbarung sei ein erster Schritt für eine mögliche bessere Anbindung des Umlands an das Hamburger U-Bahn-Netz.
Elfi Heesch, Landrätin Kreis Pinneberg: Die U5 bis nach Schenefeld sei eine enorme Chance für den Kreis Pinneberg und die Stadt Schenefeld, weil der ÖPNV in dieser Richtung besonders leistungsfähig aufgestellt und die Standortqualität für Bevölkerung und Wirtschaft gesteigert werden könne. Die Investition in die Machbarkeitsuntersuchung solle die Weichen für die kommenden Generationen stellen.
Christiane Küchenhof, Bürgermeisterin Schenefeld: Die Menschen im westlichen Hamburger Randgebiet warteten auf eine bessere Schienenanbindung. Für Schenefeld bedeute das eine Attraktivitätssteigerung als Stadt. Zudem wäre es eine Entlastung, wenn auch dort für Ein- wie Auspendler die Möglichkeit bestünde, das Auto stehenzulassen oder vielleicht gar nicht mehr zu benötigen.
Auf Basis der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie entscheiden die beteiligten Partner über das weitere Vorgehen und die nächsten Planungsschritte. Ziel ist es, gemeinsam eine zukunftsfähige und nachhaltige Lösung für die Mobilität in der Metropolregion Hamburg zu entwickeln.
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