Pinneberg plant sichere Schul-Fahrradrouten und Verbesserungen im Radverkehr
Politische Entscheidung nach Bewertung der Projektskizze im Bundesförderprogramm – Beratung im Ausschuss für Stadtentwicklung am 29. September 2026
Die Stadt Pinneberg will den Radverkehr und die Schulwegsicherheit im gesamten Stadtgebiet spürbar verbessern. Vorgesehen sind Maßnahmen, die am Ende zu einem zusammenhängenden Netz sicherer und attraktiver Schul-Fahrradrouten sowie zu Optimierungen an Verkehrsknotenpunkten führen sollen. Das Vorhaben steht unter dem Titel „Attraktive Schul-Fahrradrouten von der Theorie in die Praxis – Pinneberg radelt zur Schule“.
Nach Angaben der Stadt ist die Projektskizze in der ersten Phase eines Förderprogramms des Bundesamts für Logistik und Mobilität (BALM) erfolgreich bewertet worden. Nun könnte die Stadt einen formellen und verbindlichen Förderantrag einreichen. Darüber soll die Politik final entscheiden.
Schulwegsicherheit im Mittelpunkt
Die Schulwegsicherheit ist das zentrale Thema des Vorhabens. Geplant sind infrastrukturelle Verbesserungen an zentralen Abschnitten und Knotenpunkten, darunter die Friedrich-Ebert-Straße, die Elmshorner Straße und die Kreuzung Berliner Straße / Prisdorfer Straße. Hinzu kommen Aufwertungen von Velorouten wie der Osterholder Allee, der Friedensstraße, dem Borsteler Weg und Ossenpadd. Auch kleinere Maßnahmen direkt im Schulumfeld sind vorgesehen, etwa Zebrastreifen, Elternhaltestellen oder Schulstraßen.
Bürgermeister Thomas Voerste betont, dass es um eine echte Verbesserung für den Radverkehr und für Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg gehe, ausdrücklich ohne eine Verschlechterung für den Autoverkehr. Ein reibungsloser Verkehrsfluss für alle Beteiligten solle gewährleistet werden.
Voerste verweist zudem darauf, dass Verkehrszählungen, die unter anderem im Rahmen der Erstellung des Mobilitätskonzeptes durchgeführt wurden, sowie Fachgutachten eine gute Grundlage für das Projekt bildeten. Zugleich seien weitere Untersuchungen durch Verkehrsplanerinnen und Verkehrsplaner sowie möglicherweise auch Testphasen erforderlich. Das Projekt solle außerdem wissenschaftlich begleitet werden.
Mehrere Bausteine für bessere Wege
Das Projekt verbindet mehrere aufeinander abgestimmte verkehrsinfrastrukturelle Bausteine. Dazu zählen qualitätsvolle Velorouten und Straßen speziell für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer, die Optimierung von Knotenpunkten sowie mehr Sicherheit direkt vor den Schulen. Ziel ist es, den Schulweg für Kinder und Jugendliche aus dem Pinneberger Stadtgebiet sowie aus den Umlandgemeinden deutlich sicherer und attraktiver zu machen.
Der Bürgermeister spricht in diesem Zusammenhang von einer Chance, die Stadt in Sachen Verkehr lebenswerter und sicherer zu gestalten. Zugleich verweist er darauf, dass es bis zu einer möglichen Realisierung noch viele offene Fragen zu klären gebe. Die positive Rückmeldung aus dem Bund habe dem Projekt jedoch bereits Rückenwind gegeben.
Hintergrund ist, dass die Projektskizze im Bundesförderprogramm „Junge Generation Fahrrad – aktiv mobil“ durch das BALM positiv bewertet und die Stadt offiziell aufgefordert wurde, den formellen und verbindlichen Förderantrag einzureichen.
Die Förderung durch das BALM beträgt 75 Prozent der derzeit auf 4 Millionen Euro veranschlagten Kosten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Fördersumme über das Landesprogramm „Ab aufs Rad“ auf eine Förderquote von 90 Prozent aufzustocken.
Weitere Beratung am 29. September
Am 29. September 2026 befasst sich der Ausschuss für Stadtentwicklung mit dem Vorhaben. Die Politik soll dann entscheiden, ob sie die Fortführung des Projekts befürwortet und die Verwaltung beauftragt, den finalen Förderantrag auf Grundlage der vorliegenden Projektskizze einzureichen.
Voerste erklärte, die Stadt wolle für die weiteren Planungsschritte die grundsätzliche Zustimmung der Politik einholen. Er hoffe, dass die nächsten Planungsschritte in Pinneberg gemeinsam gestartet werden können.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.