Vorbereitungen für die Fortsetzung der Arbeiten am Kulturhaus
Auf der Baustelle des Kulturhauses laufen derzeit die Vorbereitungen für die Fortsetzung der Bauarbeiten. Nach Angaben der Stadt finden dazu Abstimmungen mit der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) und der Arbeitsschutzbehörde statt.
Die erforderliche Schadstoffsanierung soll schnellstmöglich beginnen. Dabei werden Asbestfasern beseitigt, die infolge unsachgemäßer Abrissarbeiten festgestellt worden waren. Parallel dazu wurde die Bauleitung neu aufgestellt. Die Aufgabe hat ein erfahrener Bauleiter aus der Region mit Erfahrung im Bereich Sonderbauten übernommen.
Sanierung als Voraussetzung für den Neustart
Die Sanierungsarbeiten werden nach ihrem Start voraussichtlich rund 14 Tage dauern. Das kontaminierte Baufeld wird abgetragen und fachgerecht entsorgt. Zudem werden betroffene Flächen wie Dächer und Gerüste gereinigt, und die Gerüste werden überprüft. Nach Abschluss der Arbeiten werden die betroffenen Bereiche freigemessen. Erst nach entsprechender Freigabe können die weiteren Arbeiten wieder aufgenommen werden.
Auch die verbliebenen Dachschindeln werden anschließend fachgerecht entfernt. Der Arbeits- und Sicherheitsplan wurde entsprechend den Anforderungen der BG BAU angepasst. Damit sind nach Angaben der Stadt die Voraussetzungen für eine sichere Fortführung der Arbeiten geschaffen.
Neuer Bauzeitenplan in Arbeit
Mit der neuen Bauleitung wird derzeit ein aktualisierter Bauzeitenplan erarbeitet. Parallel dazu werden auch andere Ausführungen geprüft, um entstandene Zeitverzüge möglichst weitgehend zu kompensieren. Unter anderem wird untersucht, ob eine geänderte Ausführung des Bühnenturms dazu beitragen kann. Eine Entscheidung ist nach Angaben der Stadt derzeit noch nicht getroffen; dafür sind weitere technische und statische Prüfungen erforderlich.
Bürgermeister Jonas Kähler sagte, man schaffe jetzt die Voraussetzungen dafür, dass es auf der Baustelle wieder weitergehen könne. Gleichzeitig werde an einem belastbaren Bauzeitenplan gearbeitet, um das Projekt gemeinsam mit den beteiligten Partnerinnen und Partnern verlässlich weiterzuführen und die nächsten Schritte gut vorzubereiten. Sobald dieser vorliege, könne über den weiteren zeitlichen und finanziellen Verlauf informiert werden.
Fördermittel und Finanzierung
Für das Kulturhaus sind umfangreiche Fördermittel vorgesehen. Nach der aktuellsten Vorausberechnung vom 25. August 2026 liegen die erwarteten Baukosten bei rund 42,24 Millionen Euro. Dem stehen insgesamt rund 18,41 Millionen Euro an Fördermitteln gegenüber. Aus dem städtischen Haushalt wurden bislang rund 12,87 Euro für das Vorhaben verausgabt. Fördermittel in Höhe von 2,16 Millionen Euro sind bereits eingegangen.
Die Fördermittel sind zweckgebunden für das Kulturhaus. Eine Änderung des Vorhabens, etwa eine andere Nutzung oder eine Veräußerung des Gebäudes, würde daher auch Auswirkungen auf die Förderung haben. Die bereits ausgezahlten 2,16 Millionen Euro müssten in diesem Fall zurückgezahlt werden; weitere Fördermittel würden dann nicht mehr ausgezahlt.
Mit der laufenden Schadstoffsanierung und der Neuaufstellung der Bauleitung sind nach Angaben der Stadt wichtige Schritte für die Fortsetzung des Projekts angestoßen worden. Mit dem neuen Bauzeitenplan soll die Grundlage geschaffen werden, das Vorhaben verlässlich weiterzuführen und die nächsten Schritte transparent zu begleiten.
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