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Plakate sollen den Straßenverkehr in Bargteheide entschärfen

Stadt und Rad.SH informieren auf der Rathausstraße über Regeln für Radfahrende, den 1,50-Meter-Abstand und mehr Rücksicht im Alltag.

Plakate sollen den Straßenverkehr in Bargteheide entschärfen
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In Bargteheide rückt die Stadt gemeinsam mit dem Verein Rad.SH das Verhalten von Radfahrenden im Straßenverkehr in den Fokus. Mit einer Plakatkampagne auf der Rathausstraße will die Stadt auf die wichtigsten Regeln hinweisen und zugleich für mehr Verständnis zwischen den verschiedenen Verkehrsgruppen werben.

Klare Regeln für Radfahrende in Bargteheide

Grundsätzlich ist für Radfahrende ab zehn Jahren die Benutzung der Straße gemeinsam mit dem Kfz-Verkehr vorgesehen. Die Stadt macht dabei deutlich, dass es nur wenige Ausnahmen gibt. Entlang der L82 Hamburger Straße / Lübecker Straße sowie der L89 Hammoorer Chaussee / Lohe / Südring / Westring sind kombinierte Rad- und Gehwege benutzungspflichtig.

Daneben gilt: Ist ein Radweg farblich oder durch einen anderen Bodenbelag vom Fußweg getrennt, besteht ein Wahlrecht. Als Beispiel nennt die Stadt die Rathausstraße. Anders ist die Lage dort, wo ein Fahrradschutzstreifen auf der Straße markiert ist. Solche Streifen sind im Bereich Alte Landstraße, Jersbeker Straße und Getriebebau-Nord-Straße zu benutzen.

Rücksichtnahme im Verkehr steht im Mittelpunkt

Mit den Plakaten soll nicht nur über Verkehrsregeln informiert werden. Im Zentrum steht auch das Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme. Beim Überholen haben Kfz-Fahrende innerorts mindestens einen Abstand von 1,50 Meter zu Radfahrenden einzuhalten, unabhängig davon, ob ein Schutzstreifen vorhanden ist oder nicht.

Die Stadt wirbt nach Angaben von Mobilitätsmanagerin Natascha Pätzold für Ruhe und Geduld im Straßenverkehr, damit alle Verkehrsteilnehmer sicher an ihr Ziel kommen. Gerade in der Rathausstraße komme es auf den Gehwegen zu Konflikten zwischen Fußgehenden und Radfahrenden, weil dort viele Menschen unterwegs seien und der Platz begrenzt sei. Gleichzeitig fühlten sich Radfahrende auf der Fahrbahn häufig von Autofahrenden bedrängt.

Mehr Verständnis durch sichtbare Hinweise

Nach Einschätzung der Stadt ist nicht jedem Autofahrenden bewusst, dass die Rathausstraße für Radfahrende freigegeben ist. Mit der Kampagne soll deshalb auch für mehr gegenseitiges Verständnis geworben werden. Natascha Pätzold betont in diesem Zusammenhang, dass es normaler werde, je mehr Radfahrende auf der Straße unterwegs seien.

Besonderer Schutz für Kinder

Für Kinder gelten eigene Regeln: Kinder unter acht Jahren müssen den Gehweg benutzen, bis zum Alter von zehn Jahren ist die Benutzung erlaubt. Die Stadt verweist darauf, dass so auch der Schulweg für radelnde Grundschulkinder sicherer wird.

Politische Rückendeckung für die Kampagne

Auch Bürgermeisterin Gabriele Hettwer begrüßt das Projekt ausdrücklich. Nach ihrer Einschätzung sollen die Plakate helfen, mögliche Unklarheiten zu beseitigen und die gegenseitige Rücksichtnahme zu fördern. Nur so könne ein harmonisches Miteinander in der Stadt gelingen.

Einordnung für den Alltag in der Stadt

Die Initiative zeigt, wie eng Verkehrsregeln, Sicherheit und gegenseitige Rücksichtnahme im Alltag zusammenhängen. Bargteheide setzt dabei sichtbar auf Information statt Konfrontation. Die Kampagne verbindet konkrete Hinweise zu benutzungspflichtigen Wegen, Wahlmöglichkeiten und Abständen mit einem Appell an alle Beteiligten, den Straßenraum gemeinsam und aufmerksam zu nutzen.

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