Mehrfamilienhaus am Erich-Kästner-Weg kurz vor der Fertigstellung

Acht Wohneinheiten für bis zu 47 Personen sind zunächst als Unterkunft geplant und sollen später mit geringem Aufwand zu regulärem Wohnraum werden können.

1: Sind mit dem Ergebnis des Projektes mehr als zufrieden: Architektin Katja Liebehentschel, Bürgermeisterin Gabriele Hettwer und Fachbereichsleiter Sven Dutschmann.
1: Sind mit dem Ergebnis des Projektes mehr als zufrieden: Architektin Katja Liebehentschel, Bürgermeisterin Gabriele Hettwer und Fachbereichsleiter Sven Dutschmann.Foto: bargteheide.de

Am Erich-Kästner-Weg in Bargteheide steht ein neues Wohnprojekt der Stadt kurz vor der Fertigstellung. Das in Holzrahmenbauweise errichtete Mehrfamilienhaus verfügt über acht Wohneinheiten mit insgesamt 23 Zimmern und bietet Platz für bis zu 47 Personen. Die Bauzeit betrug rund fünf Monate.

Das Gebäude ist zunächst als Unterkunft für Geflüchtete vorgesehen. Zugleich soll es später mit vergleichsweise geringem Aufwand zu regulärem Wohnraum angepasst werden können, damit es langfristig flexibel nutzbar bleibt.

Bei der Umsetzung setzte die Stadt nach eigenen Angaben auf eine möglichst ressourcenschonende Bauweise. Errichtet wurde das Haus aus vorgefertigten Wandtafeln in Holzrahmenbauweise. Auch Bädermodule wurden vorgefertigt angeliefert und vor Ort montiert. Beim Materialeinsatz wurde ebenfalls auf ökologische Aspekte geachtet: Für die Wärmedämmung kommt Zellulose statt Mineralfaserdämmstoff zum Einsatz. Der Einsatz von Beton wurde möglichst reduziert, Balkone und Außentreppe bestehen aus verzinkten Stahlkonstruktionen.

Zum nachhaltigen Konzept gehört zudem die Regenwasserbewirtschaftung. Auf dem Grundstück wurden Sickermulden angelegt, damit Regenwasser möglichst ortsnah zurückgehalten beziehungsweise zeitverzögert abgeleitet werden kann.

Auch energetisch ist das Gebäude auf Effizienz ausgelegt. Beheizt wird es mittels Luft-Wärmepumpen. Für die Warmwasserversorgung kommen dezentrale Durchlauferhitzer zum Einsatz. Eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 15,35 kWp und insgesamt 33 Modulen erzeugt Strom aus Sonnenenergie. Hinzu kommt eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Der Endenergiebedarf des Gebäudes liegt bei 11,3 kWh/(m²·a).

Die Wohnfläche beträgt rund 521 Quadratmeter. Ergänzt wird das Mehrfamilienhaus durch einen Kinderwagenraum und acht Abstellräume. Die Gesamtkosten für die schlüsselfertige Errichtung belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro.

Bürgermeisterin Gabriele Hettwer sagte, Ziel des Projekts sei es gewesen, nicht nur schnellstmöglich dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, sondern gleichzeitig ein Gebäude zu errichten, das auch langfristig sinnvoll genutzt werden kann.

Um die Nachbarschaft frühzeitig einzubinden, lud die Bürgermeisterin die Anwohnerinnen und Anwohner zu einem Besichtigungstermin ein. Gemeinsam mit der städtischen Architektin Katja Liebehentschel, die die gesamte Baumaßnahme fachlich begleitet hat, sowie dem zuständigen Fachbereichsleiter Sven Dutschmann führte sie die Gruppe durch den Neubau. Nach Angaben der Stadt wurde das Angebot zahlreich angenommen und die Resonanz fiel durchweg positiv aus.

In den kommenden Tagen soll die Möblierung der Wohnungen erfolgen. Danach kann das Projekt abgeschlossen und die Unterkunft in Betrieb genommen werden.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: