Bad Segeberg gestaltet öffentliche Räume bei der Europäischen Mobilitätswoche
Im Rahmen der Gemeinschaftsaktion „Wandelorte“ werden Orte im Stadtgebiet markiert, um Veränderungen für einen lebenswerteren, sichereren und zugänglicheren öffentlichen Raum aufzuzeigen.
Bad Segeberg beteiligt sich im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche an der landesweiten Gemeinschaftsaktion „Wandelorte“ des mobiliteams by NAH.SH. Mit markierten Orten im Stadtgebiet macht die Stadt sichtbar, wie sich Straßen und Wege verändern und wie der öffentliche Raum für unterschiedliche Bedürfnisse lebenswerter, sicherer und besser zugänglich werden kann.
Nach Angaben der Stadt wurden verschiedene Orte mit einer aufgesprühten Pinnnadel markiert. Sie sollen beispielhaft zeigen, wie eine gute und eindeutige Aufteilung des öffentlichen Straßenraums dazu beitragen kann, dass alle Verkehrsteilnehmenden entspannter von A nach B kommen.
Bürgermeister Toni Köppen sagte dazu: „Unsere Wandelorte zeigen, wie konkrete Maßnahmen im öffentlichen Raum den Alltag erleichtern und das Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden verbessern“.
Beispiele für Wandelorte in Bad Segeberg
An der Unterführung am Landratspark wurden Sitzgruppen aufgestellt. Wer die Unterführung bergauf zu Fuß oder mit dem Fahrrad nutzt, kann dort eine Pause einlegen. Das soll vor allem Menschen helfen, denen der Anstieg anstrengend fällt.
Am ZOB treffen Bus, Bahn und Fahrrad aufeinander. Eine neue Fahrradabstellanlage verbessert dort die Anbindung und Erreichbarkeit des zentralen Umsteigepunkts. Neben regulären Fahrradstellplätzen gibt es auch Sonderstellplätze für Lastenräder. Ergänzt wird das Angebot durch einen Trinkbrunnen.
Ein weiterer Wandelort ist der Zebrastreifen an der Burgfeldstraße. Schülerinnen und Schüler können die Straße dort nun sicherer queren. Nach Angaben der Stadt profitieren von der neuen Querung auch alle anderen Menschen, die die Straße zu Fuß überqueren möchten.
Auch abgesenkte Bordsteine und höhengleiche Querungen wurden als wichtige Verbesserungen genannt. Sie erleichtern unter anderem Menschen mit Rollator, Kinderwagen, Fahrrad oder Rollstuhl den Alltag. Deutlich fühlbare und sichtbare Gehwegplatten unterstützen zudem Menschen mit Sehbeeinträchtigungen bei der Orientierung.
Im Seminarweg hat die Verkehrsberuhigung mit einer Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 20 km/h für mehr Übersicht gesorgt. Neu gekennzeichnete Parkflächen sollen außerdem klarer machen, wo Fahrzeuge abgestellt werden können und welche Bereiche für den fließenden Verkehr sowie für zu Fuß Gehende und Radfahrende frei bleiben sollen.
Europäische Mobilitätswoche
Die Europäische Mobilitätswoche findet jährlich vom 16. bis 22. September statt. Sie bietet Kommunen in ganz Europa die Möglichkeit, nachhaltige Mobilität und gute Beispiele vor Ort sichtbar zu machen. In Schleswig-Holstein wird die Aktion durch das mobiliteam by NAH.SH begleitet. Kommunen zeigen dabei gegenseitig, wie sich Straßen, Wege und Plätze verändern lassen und welche Lösungen sich auf andere Orte übertragen lassen.
Weitere Informationen stellt das mobiliteam by NAH.SH online zur Verfügung: https://mobiliteam.nah.sh/netzwerk-movesh/europaeische-mobilitaetswoche/
Die Stadt betont abschließend, dass die markierten Wandelorte beispielhaft für eine Entwicklung stehen, die bereits in den vergangenen Jahren begonnen hat und weitergeht: Straßen und Wege werden so gestaltet, dass sie den unterschiedlichen Anforderungen der Menschen besser gerecht werden – zu Fuß, mit dem Fahrrad, im Bus, im Auto oder mit Mobilitätshilfen.
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