„Respekt für Retter“: Bauzaun-Banner im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Kampagne gegen Gewalt gegen Einsatzkräfte – 40 Banner wurden von Kreispräsidentin Sabine Mues übergeben.

Bei einem Ortstermin in Jevenstedt machte sich auch Ministerpräsident Daniel Günther (Mitte) ein Bild des Kampagnenstarts im Kreis Rendsburg-Eckernförde.
Bei einem Ortstermin in Jevenstedt machte sich auch Ministerpräsident Daniel Günther (Mitte) ein Bild des Kampagnenstarts im Kreis Rendsburg-Eckernförde.Foto: kreis-rd.de

Im Kreis Rendsburg-Eckernförde werden seit Donnerstag, 10. September 2026, 40 Bauzaun-Banner mit der Aufschrift „Respekt für Retter“ im Kreisgebiet verteilt. Die Banner zeigen ein Bild von sechs Rettungskräften verschiedener Organisationen aus dem Kreis.

Schirmherrin und Kreispräsidentin Sabine Mues übergab die Banner an den Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Mittelholstein, Sebastian Schulze, der die weitere Verteilung organisiert. Das erste Banner hängt bereits gegenüber des Ortseingangs Jevenstedt an der L328.

Die Kampagne wurde 2024 von den Kreisen Stormarn und Ostholstein unter der Schirmherrschaft der jeweiligen Kreispräsidentin und des jeweiligen Kreispräsidenten gestartet. Anlass war die zunehmende Gewalt gegenüber Einsatzkräften der sogenannten Blaulichtorganisationen, also Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und THW.

Nach Angaben der Kreisverwaltung haben verbale und körperliche Übergriffe gegenüber Beschäftigten in Krankenhäusern, bei Polizei und im Rettungsdienst sowie gegenüber Ehrenamtlichen im Rettungswesen und bei der Feuerwehr auch im Kreis Rendsburg-Eckernförde in den vergangenen Jahren zugenommen.

Für die Kampagne im Kreis Rendsburg-Eckernförde wurde je eine Person von Polizei, Feuerwehr, THW, den Johannitern, dem Roten Kreuz und der DLRG als Modell angefragt. Sabine Mues kümmerte sich nach eigenen Angaben persönlich um die Modelle und die Bestellung der Banner.

Sie betonte, dass es ihr ein Herzensanliegen sei, die Kampagne zu unterstützen. Aus persönlichen Gesprächen wisse sie, dass auch im Kreis Einsatzkräfte verbal oder körperlich angegriffen würden. Menschen anzugehen, die anderen helfen wollten, sei eigentlich unvorstellbar. Sie dankte allen Unterstützerinnen und Unterstützern der Kampagne, mit der das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden solle.

Gemeinden, Institutionen und Rettungsorganisationen, die ebenfalls ein Banner einsetzen möchten, können sich direkt bei Sabine Mues melden.

Finanziert wurde der Druck der Banner mit dem Hashtag #rendsburg-eckernfoerdesagtdanke aus Mitteln der Sparkasse Mittelholstein. SH Netz ermöglichte die einheitliche Erstellung von Grafik und Bildmaterial für alle Kreise in Schleswig-Holstein.

Bei dem Ortstermin in Jevenstedt machte sich auch Ministerpräsident Daniel Günther ein Bild vom Kampagnenstart im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Auf dem Gelände der Dachdeckerei Jan Witt hängt dort nun das erste Banner.

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