Neue Stadtklimaanalyse im Kreis Pinneberg veröffentlicht

Flächendeckende Ergebnisse zur Hitzeverteilung und Luftaustausch sollen in Planung und Hitzevorsorge einfließen

Im Kreis Pinneberg ist im Rahmen der aktuell stattfindenden Woche der Klimaanpassung 2026 die neue Stadtklimaanalyse veröffentlicht worden. Unter dem Motto #GemeinsamFürKlimaanpassung soll bundesweit darauf aufmerksam gemacht werden, dass Klimaanpassung nur im Zusammenspiel verschiedener Akteurinnen und Akteure gelingen kann.

Die Analyse beantwortet unter anderem die Fragen, wo es im Kreis besonders heiß wird, welche Flächen für Abkühlung sorgen und wo wichtige Luftaustauschbahnen liegen, die für ein angenehmes Stadtklima wichtig sind. Sie zeigt erstmals flächendeckend für das gesamte Kreisgebiet, wie sich Wärme im Siedlungsraum verteilt, wo besonders belastete Bereiche liegen und welche Freiflächen eine wichtige Funktion für die Entstehung und den Transport von Kaltluft übernehmen.

Grundlage für Planung und Vorsorge

Nach Angaben des Kreises können die Ergebnisse unter anderem bei der Stadt- und Bauleitplanung, bei der Entwicklung von Grün- und Freiflächen sowie bei der Planung konkreter Maßnahmen zur Hitzevorsorge berücksichtigt werden. Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger können anhand der Karten nachvollziehen, wo es in ihrer Stadt oder Gemeinde an einem Sommertag mit über 30 Grad besonders heiß wird oder wie warm es in ihrer Wohnstraße in einer Tropennacht mit über 20 Grad bleibt.

Klimaanpassungsmanagerin Nancy Kretschmann verweist darauf, dass Extremhitze zunehmend zu einer Herausforderung für die kommunale Daseinsvorsorge und die Gesundheit der Bevölkerung werde. Sie betont zudem, dass wer wirksam vorsorgen wolle, eine verlässliche Datengrundlage brauche. Die Stadtklimaanalyse mache sichtbar, wo Hitze besonders zum Problem werden könne und welche Flächen für die Kühlung der Städte und Gemeinden unverzichtbar seien.

Teil des kreisweiten Klimaanpassungskonzeptes

Die Stadtklimaanalyse wurde im Zuge der Erarbeitung des kreisweiten Klimaanpassungskonzeptes erstellt. Dieses soll in der kommenden Woche am 23. September dem Kreistag zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auch in die weitere Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes einfließen.

Die Analyse ist ab sofort öffentlich im Geoportal des Kreises Pinneberg einsehbar. Damit stehen die Ergebnisse nicht nur der Kreisverwaltung und den Kommunen, sondern allen Interessierten zur Verfügung.

Zum Geoportal: https://geoportal.kreis-pinneberg.de/

Zentrale Website zur Woche der Klimaanpassung: https://zentrum-klimaanpassung.de/wdka26

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