Sechs Orte auf Sylt, an denen Geschichte und Natur spürbar werden

Sylt Marketing stellt sechs besondere Orte vor: vom über 5.000 Jahre alten Denghoog bis zur wandelbaren Hörnum-Odde – mit Kliffs, Dünen und historischen Spuren.

Von Neues aus Kampen2 Min. Lesezeit

Sylt Marketing stellt sechs Orte vor, an denen Landschaft, Erdgeschichte und Spuren früherer Kulturen zusammenkommen. Dazu zählen ein mehr als 5.000 Jahre altes Megalithgrab, zwei markante Steilküsten und die Südspitze der Insel.

Denghoog: ein Grab aus der Steinzeit

In Wenningstedt liegt der Denghoog, ein grün bewachsener Erdhügel mit einer vollständig erhaltenen steinernen Grabkammer. Das Megalithgrab wurde vor mehr als 5.000 Jahren errichtet. Sein Name bedeutet auf Sölring, dem Sylter Friesisch, „Thinghügel“ und verweist auf eine spätere Nutzung als Versammlungsstätte. Zur Wintersonnenwende am 21. Dezember fällt Sonnenlicht durch den Gang ins Innere und trifft auf den größten Findling des Grabes.

St. Severin: Kirche und historischer Friedhof

Die St. Severin-Kirche liegt auf einer Anhöhe am Rand von Keitum. Sie gilt als ältestes Kirchengebäude der Insel und wurde erstmals 1240 urkundlich erwähnt. Der romanische Granitquaderbau diente über Jahrhunderte als Gotteshaus, Seezeichen und Zufluchtsort; zeitweise wurde der Kirchturm auch als Gefängnis genutzt. Auf dem historischen Friedhof rund um die Kirche stehen Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert.

Zwei Kliffs mit unterschiedlichen Geschichten

Das 1.800 Meter lange Morsum Kliff im Osten der Insel zeigt Erdschichten, die bis zu zehn Millionen Jahre alt sind. Eiszeitliche Gletscher stellten sie schräg und schoben sie übereinander. Fossilien und vorgeschichtliche Grabhügel in der umliegenden Heidelandschaft erinnern an weitere Spuren der Vergangenheit.

Zwischen Kampen und Wenningstedt erstreckt sich das rund vier Kilometer lange Rote Kliff. Es ist bis zu 30 Meter hoch; eisenhaltige Bestandteile im Lehm geben ihm seine charakteristische Färbung. Das Kliff diente Seefahrern über Jahrhunderte als Orientierungspunkt. Sturmfluten und Brandung tragen bis heute Material ab.

Wanderdünen und eine sich verändernde Südspitze

Die Lister Wanderdünen im Norden erreichen ebenfalls bis zu 30 Meter Höhe. Der Westwind bewegt den Sand über die Jahre nach Osten. Das Gebiet steht seit 1923 unter Naturschutz und darf nur mit Sondergenehmigung betreten werden. Bei ausgewählten Führungen des Erlebniszentrums Naturgewalten führen unbefestigte Pfade durch die Heide bis an den Fuß der größten Wanderdüne.

An der Hörnum-Odde treffen im Süden der Insel die offene Nordsee im Westen und das Wattenmeerexterner Link, öffnet ein neues Fenster im Osten aufeinander. Wind, Wellen und Gezeiten verändern die Südspitze; bei Niedrigwasser lässt sie sich umrunden. Von dort reicht der Blick über Dünen und Meer bis zu den Nachbarinseln Amrum und Föhr.

Weitere Informationen zu den Kraftorten gibt es unter www.sylt.deexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

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