Historisches Wögens-Kataster macht Sylter Vergangenheit lesbar

Ein Verzeichnis aus dem 18. Jahrhundert eröffnet neue Einblicke in Sylts Vergangenheit: Der Geschichtsforscher Albert Panten hat das historische Wögens-Kataster transkribiert und damit seine schwer lesbare Handschrift in lesbaren Text übertragen. Die Quelle dokumentiert Grundstücke und Landbesitz, gibt Aufschluss über damalige wirtschaftliche Verhältnisse und bewahrt zahlreiche friesische Flurnamen.
Erfasst wurde das alte Kirchspiel Keitum
Anfang der 1790er-Jahre nahm der Föhrer Landvermesser Nickels Wögens das Kataster im Zuge einer landwirtschaftlichen Neuordnung auf. Es umfasst das alte Kirchspiel Keitum mit Keitum, Munkmarsch, Wenningstedt, Braderup, Kampen, Tinnum und Archsum.
Digitalisiert und im Sylter Archiv aufbewahrt
Mit dem Nachlass von Lütje Hinrich Thaysen gelangte das Original 2023 in das Sylter Archiv. Dort wird es unter besonderen Bedingungen aufbewahrt. Im Dezember 2025 digitalisierte Katharina Streich das Dokument als erstes mit dem neu angeschafften hochauflösenden Archivscanner. Spenden hatten die Anschaffung ermöglicht. Panten übertrug anschließend die historische Handschrift in lesbaren Text.
Die Transkription soll die Beschäftigung mit der Inselgeschichte erleichtern. Das Kataster kann zudem helfen, Lücken in der historischen Überlieferung zu schließen: Beim Archivbrand 1950 gingen viele Unterlagen verloren. Die Gemeinde Sylt würdigte Pantens Beitrag zur Geschichtsforschung und dankte den Spenderinnen und Spendern für die Unterstützung des Archivs.
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