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Geschlechterverteilung nach Alter und Region in Deutschland
Eine Auswertung von Destatis zeigt Unterschiede zwischen Männern und Frauen.
Die Unterschiede beziehen sich auf Alter.
Destatis nutzt dafür den Zensus 2022.
Die Daten gelten zum Jahresende 2025.
Deutliche Männerüberzahl bei jungen Erwachsenen
Der Männerüberschuss ist bei den 18- bis 29-Jährigen am größten.
In dieser Altersgruppe kamen in ganz Deutschland 912 Frauen.
Das sind auf 1.000 Männer gerechnet.
Bei den unter 18-Jährigen kamen 947 Frauen.
Das sind auf 1.000 Männer gerechnet.
Bei den 30- bis 49-Jährigen kamen 969 Frauen.
Das sind auf 1.000 Männer gerechnet.
Destatis nennt als mögliche Gründe mehr Jungen bei der Geburt.
Destatis nennt außerdem mehr Männer als Frauen bei der Einwanderung.
Destatis geht dabei von etwa 5 Prozent mehr Jungen aus.
Frauenüberzahl ab 50 Jahren
Ab der Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen steigt der Frauenanteil.
In dieser Gruppe kamen 1.011 Frauen auf 1.000 Männer.
Bei den mindestens 65-Jährigen war der Frauenanteil am stärksten.
In dieser Gruppe kamen 1.260 Frauen auf 1.000 Männer.
Destatis nennt als Hauptgrund die höhere Lebenserwartung von Frauen.
Destatis nennt zudem die höhere Abwanderung von Männern in dieser Altersgruppe.
In Deutschland leben insgesamt etwas mehr Frauen als Männer.
Bundesweit kommen 1.027 Frauen auf 1.000 Männer.
Regional sehr unterschiedliche Verhältnisse
In allen Bundesländern waren Frauen zuletzt in der Überzahl.
Die größte Frauenüberzahl gab es in Schleswig-Holstein.
Dort kamen 1.044 Frauen auf 1.000 Männer.
Danach folgte Mecklenburg-Vorpommern mit 1.043 Frauen auf 1.000 Männer.
Danach folgte Hamburg mit 1.042 Frauen auf 1.000 Männer.
In Baden-Württemberg war das Verhältnis am ausgeglichensten.
Dort kamen 1.016 Frauen auf 1.000 Männer.
In Bayern kamen 1.017 Frauen auf 1.000 Männer.
In Bremen kamen 1.019 Frauen auf 1.000 Männer.
Osten besonders bei jüngeren Männern stark vertreten
In allen Bundesländern waren Männer bei den unter 18-Jährigen in der Überzahl.
In allen Bundesländern waren Männer auch bei den 18- bis 29-Jährigen.
In allen Bundesländern waren Männer auch bei den 18- bis 29-Jährigen in der Überzahl.
Besonders hoch war der Männerüberschuss bei den 18- bis 29-Jährigen in Sachsen-Anhalt.
Dort kamen 856 Frauen auf 1.000 Männer.
In Brandenburg kamen 862 Frauen auf 1.000 Männer.
In Thüringen kamen 867 Frauen auf 1.000 Männer.
Mit zunehmendem Alter nimmt der Männeranteil ab.
Bei den 30- bis 49-Jährigen gab es in allen Bundesländern weiter Männerüberschuss.
Der Männerüberschuss war dann jedoch weniger deutlich.
In der Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen gab es nur noch in fünf östlichen Flächenländern Männerüberschuss.
Destatis verweist dabei unter anderem auf Abwanderung junger Frauen nach 1991.
Diese Abwanderung soll aus den östlichen in die westlichen Bundesländer erfolgt sein.
Bei den 65plus-Jährigen gab es in allen Bundesländern einen hohen Frauenüberschuss.
Am höchsten war er in Sachsen-Anhalt.
Dort kamen 1.336 Frauen auf 1.000 Männer.
In Sachsen kamen 1.328 Frauen auf 1.000 Männer.
In Hamburg kamen ebenfalls 1.328 Frauen auf 1.000 Männer.
Methodischer Hintergrund und weitere Daten
Destatis berechnet die Bevölkerungszahlen auf Basis des letzten Zensus.
Als Grundlage dient der Zensus 2022.
Die Bevölkerungsentwicklung eines Jahres entsteht aus mehreren Faktoren.
Zu den Faktoren zählen Geburten und Sterbefälle.
Außerdem zählen Zu- und Fortzüge.
Standesämter und Meldebehörden melden diese Daten den Statistischen Ämtern.
Korrekturen fließen ein, wenn Datensätze nachträglich geändert werden.
Das gilt zum Beispiel bei vervollständigten oder berichtigen Meldungen.
Die Geschlechtseinträge „ohne Angabe“ und „divers“ werden verteilt.
Die Verteilung erfolgt per Zufallsverfahren auf männlich und weiblich.
Darum werden diese Einträge in der Betrachtung nicht berücksichtigt.
Ab dem Berichtsjahr 2022 gibt es aber eine Eckzahlentabelle nach Bundesländern.
Die Tabelle nutzt vier Geschlechtseinträge.
Die vier Einträge sind männlich, weiblich, divers und ohne Angabe.
Weitere Ergebnisse bietet der Themenbereich „Bevölkerung“ auf der Internetseite von Destatis.
Monatliche Ergebnisse liegen außerdem in GENESIS-Online vor.
Die Tabellen sind in der Datenbank GENESIS-Online in der Tabelle 12411.