Gedenken am 9. November im Schleswiger Dom
Musikalische Lesung und Schülerbeiträge erinnern an Republikgründung, Pogrome und Mauerfall
Die Stadt Schleswig veranstaltet gemeinsam mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde, der Bruno-Lorenzen-Schule, dem Bündnis für Demokratie, der Gesellschaft für Stadtgeschichte sowie dem Kreis- und Stadtarchiv am Samstag, 8. November 2025, um 19:00 Uhr eine besondere Gedenkveranstaltung im Schleswiger Dom. Der Eintritt zu diesem Event ist frei und wendet sich an alle Generationen.
Musikalische Lesung zum Gedenken am 9. November
Anlass für die Veranstaltung bildet der 9. November, ein historisch bedeutsames Datum der deutschen Geschichte. Der Tag steht exemplarisch für mehrere entscheidende Wendepunkte, unter anderem für die Ausrufung der Republik 1918, die Novemberpogrome 1938 sowie den Fall der Berliner Mauer 1989. Die Gedenkveranstaltung möchte an diese Ereignisse erinnern und die daraus erwachsende Bedeutung für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt betonen.
Kunst und Erinnerung – Mitwirkung von Roman Knizka und OPUS 45
Die künstlerische Gestaltung übernimmt der Schauspieler Roman Knizka gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern des Ensembles OPUS 45. Im Zentrum steht eine musikalische Lesung, die Geschichte und künstlerischen Ausdruck verbindet. Besonderen Raum erhalten Schüler*innen der Bruno-Lorenzen-Schule: Sie rezitieren den sogenannten Schleswiger Einschub und gestalten damit den thematischen Bogen des Abends aktiv mit.
Einladung an die Öffentlichkeit und besondere Zielgruppen
Die Einladung richtet sich explizit an Schulen, Schüler*innen, ihre Familien sowie die breite Öffentlichkeit. Durch die offene Ausrichtung soll ein Zeichen für Erinnerungskultur und ein demokratisches Miteinander gesetzt werden. Die Veranstalter wollen insbesondere auch junge Menschen für die Bedeutung historischen Erinnerns sensibilisieren.
Förderung und gesellschaftlicher Auftrag
Finanzielle Unterstützung erhält die Veranstaltung durch das Bundesförderprogramm "Partnerschaft für Demokratie", das vom Kreis Schleswig-Flensburg vergeben wird. Dieses Förderprogramm legt besonderen Wert auf die Stärkung der Erinnerungskultur als wichtigen Bestandteil demokratischer Wertevermittlung.
Bürgermeister Stephan Dose unterstreicht die Relevanz des Formats und hebt hervor:
"Der 9. November steht wie kaum ein anderes Datum für Brüche und Chancen unserer Geschichte. Es ist unser gemeinsamer Auftrag, die Erinnerung wachzuhalten und gerade jungen Menschen Orientierung in demokratischen Werten zu geben."
Kontaktmöglichkeiten und weitere Informationen
Für Rückfragen zur Veranstaltung stehen die Organisatoren zur Verfügung. Interessierte finden im Schleswiger Dom Gelegenheit, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und gemeinsam ein Zeichen für Toleranz und demokratische Werte zu setzen.
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