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Norderstedt pflanzt Klimabaumhain

50 hitzetolerante Baumarten stärken Biodiversität und städtische Klimaanpassung

Norderstedt pflanzt Klimabaumhain
Norderstedt pflanzt Klimabaumhain
Bild zum Beitrag© Redaktion Norderstedt

Die Stadt Norderstedt setzt ein klares Zeichen für Klimaanpassung und Biodiversität: Am Ende des Moorweges entstand ein neuer Klimabaumhain. Das Projekt wurde vom Fachbereich Natur und Landschaft der Stadt konzipiert und umgesetzt. Insgesamt wurden 50 unterschiedliche Bäume gepflanzt, die gezielt auf den Klimawandel abgestimmt sind.

Ein vielfältiger Hain als Zukunftsinvestition

Die Pflanzaktion steht im Zeichen des „Klimabaumhains“. Sie orientiert sich am nahegelegenen Arboretum des Stadtparks und setzt dabei auf eine gezielte Mischung sogenannter Klimabaumarten. Diese Auswahl soll den langfristigen Effekt von steigenden Temperaturen und veränderten Niederschlagsmustern abfedern.

Wesentliche Eigenschaften der neuen Bäume:

  • Hitzetoleranz – die Bäume vertragen längere Hitze- und Trockenperioden
  • Bedeutung als Kohlendioxidspeicher und Lebensraum für Tiere
  • Förderung der Artenvielfalt durch neue Habitate
  • Auswahl der Baumarten und ihre Funktionen

    Für den Klimabaumhain wurden besonders robuste Baumarten ausgewählt, etwa die Silber-Linde oder die Weiße Maulbeere. Beide sind bekannt für ihre Fähigkeit, längeren Hitzeperioden und Trockenheit standzuhalten.

    Weitere gepflanzte Arten zeigen die Vielfalt des Projekts:

    • Zerr-Eichen
    • Pennsylvanische (Rot-)Esche
    • Steinweichsel – wird als wärmeliebende Art auf ihre Frostverträglichkeit getestet
    • Heimische Obstgehölze wie Apfel, Wild-Birne und Vogel-Kirsche
    • Die Obstgehölze spielen auch in der ökologischen Vernetzung eine wichtige Rolle. Ihre Blüten sind Nahrungsquelle für bestäubende Insekten, während die Früchte im Laufe des Jahres Wildtieren zusätzliche Nahrung bieten.

      Bedeutung für Stadtklima und Ausgleichsmaßnahmen

      Mit der Pflanzung des Klimabaumhains setzt Norderstedt nicht nur einen Akzent im Hinblick auf Klimaanpassung, sondern gleicht auch Eingriffe durch Bauvorhaben aus. Die Baumpflanzungen werden als Ausgleichspflanzungen angerechnet und damit Teil der nachhaltigen Stadtentwicklung.

      Die Pflanzarbeiten selbst wurden von einer Fachfirma ausgeführt. Diese übernimmt ebenso die Fertigstellungs- und Entwicklungspflege, bis sich die Bäume erfolgreich etabliert haben.

      Norderstedt demonstriert mit dem neuen Klimabaumhain, wie Städte auf lokale Herausforderungen im Klimawandel reagieren können — durch innovative Konzepte, Vielfalt und vorausschauende Pflege.

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