Praxisintegrierte Ausbildung am BBZ Schleswig startet zum Schuljahr 2026/2027
Sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten verbinden Unterricht und Praxis in Kindertageseinrichtungen

Am Berufsbildungszentrum Schleswig (BBZ Schleswig) ist zum Schuljahr 2026/2027 erstmals eine praxisintegrierte Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistentin beziehungsweise zum sozialpädagogischen Assistenten gestartet. Das BBZ erweitert damit sein praxisintegriertes Ausbildungsangebot und verbindet Theorie und Praxis von Beginn an.
Die Auszubildenden erwerben ihr fachliches Wissen in der Schule und wenden es unmittelbar im Arbeitsalltag in einer Kindertageseinrichtung an und vertiefen es dort. Nach Angaben der Schule bietet die praxisintegrierte Ausbildung eine Alternative zur klassischen Ausbildungsform und eröffnet jungen Menschen sowie weiteren Interessierten neue Wege in den sozialpädagogischen Bereich. Das BBZ Schleswig gehört zu den noch wenigen Schulen, die diese Ausbildungsform anbieten.
Für die Region schafft das Angebot die Möglichkeit, pädagogische Nachwuchskräfte frühzeitig zu gewinnen und die Ausbildung stärker am Bedarf der Kindertageseinrichtungen auszurichten.
Unterricht am BBZ, Praxis in der Kita
Die neue PiA-SPA-Klasse wird unter der Leitung von Schulleiterin Frau Lemke gemeinsam mit der Koordinatorin Frau Albrecht sowie der Klassenlehrerin Frau Wall und dem Klassenlehrer Herrn Bobrowski umgesetzt. Der gesamte PiA-SPA-Jahrgang wird am BBZ Schleswig beschult.
Die Ausbildung ist klar gegliedert: Montags bis mittwochs findet der Unterricht am BBZ Schleswig an zusammenhängenden Schultagen statt. Donnerstags und freitags arbeiten die Auszubildenden in ihren jeweiligen Ausbildungskindertagesstätten.
Durch diesen Wechsel können Unterrichtsinhalte unmittelbar im pädagogischen Alltag erprobt und reflektiert werden. Zugleich fließen praktische Erfahrungen zurück in den Unterricht und werden dort fachlich eingeordnet. So entsteht ein kontinuierlicher Lernprozess, der die fachliche und persönliche Entwicklung der angehenden sozialpädagogischen Assistentinnen und Assistenten unterstützen soll.
Fachkräftebedarf bleibt hoch
Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften im sozialpädagogischen Bereich ist weiterhin hoch. Gesucht werden nach Angaben des Kreises sowohl junge Menschen, die sich nach der Schule für einen pädagogischen Beruf entscheiden, als auch Menschen, die sich beruflich neu orientieren und als Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger in den sozialpädagogischen Bereich wechseln möchten.
Eine praxisnahe Ausbildung kann unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und einen Einstieg in das Berufsfeld erleichtern. Qualifiziertes Personal ist zugleich eine wichtige Voraussetzung für eine verlässliche und hochwertige frühkindliche Bildung und Betreuung. Kindertageseinrichtungen schaffen Bildungs- und Teilhabechancen für Kinder und tragen dazu bei, dass Eltern Beruf und Familie miteinander vereinbaren können.
Kreis fördert praxisintegrierte Ausbildung
Der Kreis Schleswig-Flensburg unterstützt die praxisintegrierte Ausbildung in den Kindertageseinrichtungen bereits seit 2024. Die ausbildenden Kita-Träger erhalten ergänzend zur Landesförderung eine Förderung des Kreises, sodass nahezu alle Personalkosten der Ausbildung gedeckt werden können. Das Angebot wird von den Trägern gut angenommen.
Die Zahl der Ausbildungsplätze für PiA-Erzieherinnen und -Erzieher sowie für sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten ist im Kreis Schleswig-Flensburg in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Nach Darstellung des Kreises hat die Kreispolitik dafür wichtige Weichen gestellt und mit der Förderung der praxisintegrierten Ausbildung die Voraussetzungen geschaffen, weitere praxisnahe Ausbildungsangebote aufzubauen.
Gemeinsam mit den Ausbildungsträgern setzt der Kreis damit ein Zeichen für die Gewinnung und langfristige Sicherung von Fachkräften.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.