Neues Schulgebäude für die Meldorfer Gelehrtenschule
Kreis Dithmarschen übergibt Neubau für fünf Klassenräume zum Schulstart

Der Kreis Dithmarschen hat am Freitag, 28. August 2026, ein neues Schulgebäude an die Meldorfer Gelehrtenschule übergeben. Der Neubau steht zum Schulstart zur Verfügung und bietet auf 452 Quadratmetern Platz für fünf moderne Klassenräume.
Nach Angaben des Kreises wurde das Gebäude innerhalb von gut elf Monaten von der ersten Vorstellung des Projekts über die Beschlussfassung des Kreistages und die Ausschreibung bis zur Fertigstellung umgesetzt. Landrat Thorben Schütt bezeichnete das Tempo bei der Übergabe als außergewöhnlich für ein öffentliches Bauvorhaben.
Grund für den Neubau ist der zusätzliche Raumbedarf infolge der Rückkehr der Gymnasien in Schleswig-Holstein von G8 zu G9. Da die Schülerinnen und Schüler wieder neun statt acht Jahre am Gymnasium verbringen, gibt es dauerhaft einen zusätzlichen Jahrgang an den Schulen. Als Schulträger musste der Kreis deshalb kurzfristig zusätzliche Unterrichtsräume an der Meldorfer Gelehrtenschule schaffen.
Die Maßnahme wurde der Schule erstmals am 25. September 2025 vorgestellt. Der Kreistag fasste am 14. Oktober 2025 den erforderlichen Beschluss. Die Ausschreibung wurde am 24. November 2025 veröffentlicht, die Auftragsvergabe erfolgte am 2. März 2026. Der Bauantrag wurde am 10. März gestellt, die Baugenehmigung bereits sechs Wochen später am 16. April erteilt. Fünf Tage danach begann die Baustelleneinrichtung. Am 4. Mai starteten die Tiefbauarbeiten, am 26. Mai wurden die Gebäudemodule aufgestellt. Der Ausbau begann Anfang Juni und wurde innerhalb von rund neun Wochen abgeschlossen.
Modulbau mit Aufstockungsoption
Der Neubau wurde als Stahl-Holz-Hybridmodulbau errichtet und kann bei künftigem Bedarf um eine weitere Etage aufgestockt werden. Das Gebäude besteht aus 18 Modulen, die im Werk in Kabelsketal-Dölbau innerhalb von vier Werktagen produziert wurden. Die Montage vor Ort dauerte eine Woche.
Das Gebäude umfasst vier Klassenräume mit jeweils rund 78 Quadratmetern sowie einen weiteren Klassenraum mit rund 40 Quadratmetern. Hinzu kommen ein barrierefreies WC und ein Hausanschlussraum. Zur technischen Ausstattung gehören eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und eine Fußbodenheizung mit der Option, die Räume darüber auch zu kühlen.
Aluminiumfenster und -türen, eine 346 Quadratmeter große Fichtenholzfassade und ein rund 450 Quadratmeter großes extensives Gründach ergänzen das Gebäudekonzept. Für die Bodenplatte und die Winkelstützwand wurden rund 180 Kubikmeter Beton verbaut. Die Module enthalten etwa 39 Tonnen Stahl sowie rund 6,5 Tonnen Stahlbleche.
Kostenrahmen bleibt eingehalten
Nach Darstellung des Kreises wurde das Projekt nicht nur innerhalb des ambitionierten Zeitplans umgesetzt, sondern bleibt nach derzeitigem Stand auch innerhalb des freigegebenen Kostenrahmens. Die bewilligten Gesamtprojektkosten belaufen sich auf 2.721.696,41 Euro. Nach aktueller Einschätzung wird dieser Betrag eingehalten und voraussichtlich leicht unterschritten.
Landrat Schütt dankte den politischen Gremien, der Schule, den beteiligten Fachbereichen und Genehmigungsstellen, den Planenden sowie allen ausführenden Unternehmen. Nach seinen Worten war das Ergebnis nur möglich, weil alle Beteiligten lösungsorientiert gearbeitet, Verantwortung übernommen und Entscheidungen zügig getroffen haben.
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