Neue Bestellung für die Kreiswehrführung bis Ende 2026
Kreiswehrführer Martin Dreßler und Stellvertreter Bernd Müller sind auf eigenen Antrag aus dem Ehrenbeamtenverhältnis ausgeschieden; Landrat Thorben Schütt beruft vorübergehend Johannes Meyer und Matthias Scheel.
Der Kreiswehrführer Martin Dreßler und sein Stellvertreter Bernd Müller sind auf eigenen Antrag mit Ablauf des 31. August 2026 aus ihren Ehrenbeamtenverhältnissen entlassen worden. Landrat Thorben Schütt hatte die Entlassung am Freitag, 28. August 2026, ausgesprochen. Beide hatten zuvor um ihre Entlassung aus dem Ehrenamt gebeten.
Damit die Kreiswehrführung auch nach dem Ausscheiden handlungsfähig bleibt, bestellt der Landrat mit Wirkung zum 1. September 2026 zwei Beauftragte für die vorübergehende Wahrnehmung der Aufgaben.
Vorübergehende Besetzung der Funktionen
Die Aufgaben des Kreiswehrführers übernimmt vorübergehend Hauptbrandmeister Johannes Meyer. Er ist stellvertretender Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Heide-Stadt und hauptamtlicher Mitarbeiter im Sachgebiet Bevölkerungsschutz und Feuerwehrwesen des Kreises Dithmarschen.
Zum Beauftragten für die Funktion des stellvertretenden Kreiswehrführers wird Brandmeister Matthias Scheel von der Freiwilligen Feuerwehr Heide-Stadt bestellt. Herr Scheel ist hauptamtlich in der Brandschutzdienststelle des Kreises Dithmarschen tätig.
Nach Angaben des Kreises waren für die Auswahl vor allem die fachliche Eignung und die Neutralität der beiden Beauftragten ausschlaggebend. Weder Johannes Meyer noch Matthias Scheel streben eine Kandidatur für eine der beiden Funktionen an.
Befristung und weiteres Verfahren
Die Bestellung erfolgt auf Grundlage von § 35 Abs. 3 des Brandschutzgesetzes (BrSchG) in Verbindung mit § 66 der Kreisordnung (KrO). Sie ist zunächst bis zum 31. Dezember 2026 befristet, endet jedoch bereits mit Wirksamwerden der Ernennung einer neuen Kreiswehrführung.
Die Beauftragten sollen neben der Wahrnehmung der laufenden Aufgaben dazu beitragen, die Voraussetzungen für eine geordnete Neubesetzung der Kreiswehrführung zu schaffen. In enger Abstimmung mit dem Vorstand und dem Feuerwehrausschuss des Kreisfeuerwehrverbandes soll der weitere Prozess bis zur Ersatzwahl vorbereitet und begleitet werden.
Ziel ist eine gut vorbereitete außerordentliche Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes mit einer möglichst reibungslosen Ersatzwahl. Dabei soll die sorgfältige Vorbereitung Vorrang vor einem bereits ins Auge gefassten Wahltermin im Oktober haben. Der notwendige Abstimmungsprozess soll ausreichend Zeit erhalten; angestrebt wird, die Ersatzwahl für beide Funktionen spätestens bis Ende November durchzuführen.
Landrat Schütt betonte, dass der Kreisfeuerwehrverband und die Kreiswehrführung auch in der Übergangsphase uneingeschränkt handlungsfähig bleiben sollen. Gleichzeitig brauche es eine geordnete Vorbereitung der Neubesetzung. Schütt dankte Dreßler und Müller für ihre engagierte Arbeit in der Kreiswehrführung zum Wohle des Feuerwehrwesens in Dithmarschen.
Der Landrat sagte außerdem, die Voraussetzungen dafür sollten geschaffen werden, dass die Verbandsarbeit wieder dauerhaft in ruhiges Fahrwasser komme. Dafür brauche es einen verlässlichen und transparenten Prozess, bei dem fachliche Eignung, Mehrheitsfähigkeit und die Interessen der Feuerwehren im Mittelpunkt stünden.
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