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Betreff: Pressemitteilung: Wasserstoffstrategie zeigt große Zukunftschancen für Dithmarschen
Sehr geehrte Damen und Herren,
unten stehend eine Pressemitteilung des Kreises Dithmarschen zur Wasserstoffstrategie:
Neue Studie bestätigt erhebliches Potenzial für die Wasserstoffwirtschaft. Industriestandorte Heide und Brunsbüttel spielen zentrale Rolle.
Heide. Der Kreis Dithmarschen verfügt über hervorragende Voraussetzungen, um sich zu einem bedeutenden Standort der Wasserstoffwirtschaft zu entwickeln. Das zeigt die neue "Wasserstoffstrategie für die Energiekompetenzregion Westküste", die im Rahmen des Projektes "RegioStrat Energiekompetenzregion Westküste" erarbeitet wurde. Die Untersuchung betrachtet die Entwicklungsmöglichkeiten der vier Westküstenkreise Dithmarschen, Nordfriesland, Steinburg und Pinneberg bis zum Jahr 2040. Die Projektträgerschaft liegt beim Kreis Dithmarschen.
Erstellt wurde die Strategie durch das Unternehmen H2Perform. Untersucht wurden die Potenziale für die Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff sowie die notwendigen infrastrukturellen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.
Dithmarschen mit besonders großem Erzeugungspotenzial
Ein zentrales Ergebnis der Studie: Für Dithmarschen wird ein technisches Potenzial für Elektrolyseanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 4,1 Gigawatt ermittelt. Das entspricht nahezu der Hälfte des für die gesamte Westküste errechneten technischen Potenzials von rund 8,8 Gigawatt. Dabei handelt es sich um theoretisch erschließbare Kapazitäten, nicht um bereits geplante Anlagen. Ein wesentlicher Teil dieses Potenzials hängt zudem von künftig verfügbaren Offshore-Windstrommengen ab.
Neben dem großen Angebot an erneuerbaren Energien sind insbesondere die bestehenden Industriestandorte wichtige Standortvorteile. Mit dem ChemCoast Park in Brunsbüttel und der Raffinerie Heide verfügt Dithmarschen über bedeutende potenzielle Abnehmer von grünem Wasserstoff. Auch die Räume Meldorf und St. Michaelisdonn werden in der Strategie als aussichtsreiche Standorte für künftige Elektrolyseprojekte identifiziert.
"Dithmarschen hat beste Voraussetzungen, um bei der Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft eine wichtige Rolle zu übernehmen. Entscheidend ist, dass die Energie, die bei uns erzeugt wird, künftig auch verstärkt vor Ort genutzt und in regionale Wertschöpfung umgesetzt werden kann. Darin liegen große Chancen für unsere Unternehmen, für Investitionen und für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung unseres Kreises", sagt Landrat Thorben Schütt.
Chancen für Industrie und Infrastruktur
Die Strategie verdeutlicht, dass sich die Chancen für Dithmarschen nicht auf die Wasserstoffproduktion beschränken. Auch der Hafen Brunsbüttel könnte künftig eine wichtige Funktion als Importstandort für Wasserstoff und dessen Derivate übernehmen. Hinzu kommen mögliche Wasserstoffspeicher in unterirdischen Salzkavernen sowie Perspektiven für die Produktion klimafreundlicher synthetischer Kraftstoffe, beispielsweise für den Luftverkehr.
Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Ausbau der Transportinfrastruktur. Insbesondere die vorgesehene Verbindung zwischen Brunsbüttel und Hemmingstedt im Wasserstoffkernnetz ist für die zukünftige Versorgung der Industrie von großer Bedeutung. Für diesen Abschnitt besteht nach Angaben der Studie noch konkreter Handlungsbedarf.
Aus Potenzialen müssen Investitionen werden
Die Untersuchung macht zugleich deutlich, dass gute natürliche und infrastrukturelle Voraussetzungen allein nicht ausreichen. Damit sich eine wettbewerbsfähige Wasserstoffwirtschaft entwickeln kann, braucht es wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle, verlässliche Abnehmer, leistungsfähige Netze und langfristige Planungssicherheit.
Insgesamt formuliert die Strategie zwölf politische Handlungsempfehlungen. Dazu zählen unter anderem die Prüfung einer sogenannten Grünstromzone, eine bessere Koordinierung großer Investitionsvorhaben, die Entwicklung eines integrierten Wasserkonzeptes sowie die Einrichtung eines regionalen Wasserstoffbeirats.
Gemeinsam die Zukunft der Westküste gestalten
Die Wasserstoffstrategie ist ein Umsetzungsprojekt des strategischen Regionalentwicklungskonzeptes, das im Rahmen des bundesgeförderten Projektes "RegioStrat Energiekompetenzregion Westküste" erarbeitet wurde. Ziel ist es, die wirtschaftlichen und strukturellen Entwicklungsmöglichkeiten der vier Westküstenkreise gemeinsam zu gestalten und die Region langfristig als Energie- und Wirtschaftsstandort zu stärken.
Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert. Die vollständige Wasserstoffstrategie und weiterführende Informationen sind auf der Internetseite der Regionalen Kooperation Westküste unter www.rk-westküste.de abrufbar.
Foto: Bereits seit 2019 ist im ChemCoast Park Brunsbüttel die H2-Elektrolyse von Wind to Gas Energy in Betrieb. Copyright: MTB new energy.
Mit
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