Zuschüsse sichern städtische und soziale Projekte bis 2027

Unterstützung für Einrichtungen wie den Mädchentreff Husum, den Dänischen Gesundheitsdienst, Frauenberatung und Notruf Nordfriesland sowie langfristig den VHS-Lerntreff für Deutschlernende

Von Husums Redaktion

Das Stadtverordnetenkollegium hat in seiner jüngsten Sitzung mehrere Zuschüsse beschlossen, damit Projekte städtischer Einrichtungen auch im Jahr 2027 fortgeführt werden können. Betroffen sind der Mädchentreff Husum, der Dänische Gesundheitsdienst für Südschleswig, die Frauenberatung und der Notruf Nordfriesland sowie verschiedene soziale Projekte des Diakonischen Werks Husum. Außerdem wird der VHS-Lerntreff für Deutschlernende langfristig unterstützt.

Mehr Mittel für den Mädchentreff Husum

Der Zuschuss für den Mädchentreff Husum wird für das Jahr 2027 um 3.000 Euro auf insgesamt 79.200 Euro erhöht. Der Treff ist eine Anlaufstelle für Mädchen und junge Frauen, die Unterstützung im Alltag und bei persönlichen Problemen benötigen. Nach Angaben der Mitteilung führen die Mitarbeiterinnen Gespräche, bieten gemeinsame Aktionen und Gruppenangebote an und helfen individuell. Der Bedarf an diesen Angeboten ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zugleich sind die Kosten für Miete, Nebenkosten, Materialien und den laufenden Betrieb gestiegen.

Höherer Zuschuss für den Dänischen Gesundheitsdienst

Auch der Dänische Gesundheitsdienst für Südschleswig e. V. erhält ab 2027 mehr Geld. Die Stadt stellt 600 Euro zusätzlich bereit, sodass der Zuschuss künftig 2.900 Euro beträgt. Der Gesundheitsdienst übernimmt Aufgaben der Gesundheitsvorsorge innerhalb der dänischen Minderheit in Südschleswig. Dazu zählen Beratungen und Untersuchungen für Kinder und Jugendliche in dänischen Kindergärten und Schulen. Darüber hinaus berät der Dienst ältere Menschen etwa zu Pflege, Patientenverfügung und gesundheitlicher Vorsorge. Auch bei Fragen zur Kranken- und Pflegeversicherung erhalten Betroffene Unterstützung.

Frauenberatung und Notruf Nordfriesland

Der Zuschuss für die Frauen gegen Gewalt gGmbH, Frauenberatung und Notruf Nordfriesland, steigt für 2027 um 11.000 Euro auf insgesamt 68.700 Euro. Die Beratungsstelle unterstützt Frauen und Mädchen ab 16 Jahren, die von Gewalt betroffen sind. Genannt werden psychische, körperliche und sexualisierte Gewalt sowie digitale Gewalt und Stalking. Als Gründe für den erhöhten Finanzbedarf werden gestiegene Personalkosten infolge von Tarifsteigerungen sowie zusätzliche Anforderungen an Qualität und Organisation genannt.

Soziale Projekte des Diakonischen Werks Husum

Von den städtischen Zuschüssen profitieren die Radstation, das Projekt Streetwork, die Evangelische Familienbildungsstätte, die Bahnhofsmission sowie der Bereich Arbeiten und Wohnen. Nach Darstellung der Mitteilung sind bei allen Projekten die Kosten gestiegen. Vor allem höhere Löhne und gestiegene Sachkosten führen zu einem zusätzlichen Finanzbedarf von rund fünf Prozent. Deshalb werden die Zuschüsse ab 2027 um insgesamt 9.100 Euro auf 189.800 Euro erhöht.

VHS-Lerntreff wird langfristig unterstützt

Außerdem hat das Stadtverordnetenkollegium beschlossen, den VHS-Lerntreff für Deutschlernende langfristig zu unterstützen. Ab 2027 erhält die Volkshochschule dafür einen jährlichen Zuschuss von 6.500 Euro. Der Lerntreff besteht seit Mai 2024 und richtet sich an Erwachsene, die ihre Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen verbessern möchten. Das Angebot ist kostenlos und kann ohne große Hürden genutzt werden.

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