Strandkorbplätze im Dockkoog: Vier Ehepaare blicken auf Schließungspläne und begleitete Veränderungen
Die Gruppe berichtet von regelmäßigen Besuchen, einer zunächst angekündigten Schließung, später eingeschränkter Öffnung und ihrer Einschätzung zum geplanten Shuttle-Fahrdienst.

Feste Gemeinschaft am Dockkoog
Für Ingrid und Herbert Gummels, Ingrid und Michael Pross, Ute und Ove Peters sowie Martje und Lorenz Godbersen gehört der Weg zum Dockkoog seit vielen Jahren zum Alltag. Wenn das Wetter es zulässt, fahren die vier Ehepaare aus Husum und Hattstedt fast täglich mit dem Fahrrad zur Dockkoogspitze.
Dort haben ihre Strandkörbe jeweils feste Plätze. Die Gruppe verbringt nach eigenen Angaben viel Zeit gemeinsam, isst zusammen, unterhält sich, badet, beobachtet das Geschehen am Wasser oder macht auch einmal ein Nickerchen im Strandkorb. Besonders schätzen sie am Dockkoog den Grasstrand, den sie einem Sandstrand vorziehen.
Sorge wegen der Bauarbeiten
Die Nachricht, dass der Dockkoog wegen der Bauarbeiten geschlossen werden sollte, habe die Gruppe schwer getroffen. In der Pressemitteilung schildern die Strandkorbnutzer, dass sie die Aussicht auf eine längere Schließung sehr belastet habe. Wie viele andere wandten sie sich daraufhin per E-Mail an das Rathaus.
Als schließlich feststand, dass der Dockkoog zumindest eingeschränkt geöffnet wird, war die Erleichterung groß. Für die Gruppe ist der Bereich nach eigener Darstellung weit mehr als nur ein Badeplatz. Sie beschreiben ihn als Treffpunkt, Stück Zuhause und festen Bestandteil ihres Alltags.
Strandkörbe mussten verlost werden
Wegen der Baustelle konnten den Angaben zufolge nur 60 Strandkörbe aufgestellt werden. Diese wurden verlost. Das habe auch innerhalb der Gruppe für Anspannung gesorgt. Besonders Martje und Lorenz Godbersen seien zunächst leer ausgegangen. Später habe jedoch jemand seinen Strandkorb zurückgegeben, sodass auch sie noch zum Zuge kamen.
Baustelle wird aufmerksam begleitet
Die laufenden Arbeiten selbst stören die Gruppe nach eigenen Aussagen kaum. Herbert Gummels erklärt in der Mitteilung, dass sie meist bei Flut vor Ort seien, wenn ohnehin nicht so viele Arbeiten erledigt werden könnten. Wenn gearbeitet werde, sei die Gruppe oft gar nicht da. Und falls doch, empfinde sie das nicht als störend.
Vielmehr verfolgen die Strandkorbnachbarn die Veränderungen mit Interesse. Sie begrüßen es, dass aus ihrer Sicht am Ende eine Lösung gefunden wurde, die den weiteren Aufenthalt am Dockkoog ermöglicht.
Eigene Vorschläge zur Gestaltung
Auch eigene Anregungen bringt die Gruppe ein. Michael Pross schlägt laut Pressemitteilung vor, die Duschen nicht direkt vor der Treppe, sondern etwas versetzt zu platzieren. Dadurch könne verhindert werden, dass Schlick auf die Treppenanlage gelange und diese rutschig werde. Hintergrund seien Stürze, die es dort in der Vergangenheit immer wieder gegeben habe.
Kritische Sicht auf einen Shuttle
Zur Diskussion über einen Dockkoog-Shuttle äußert sich die Gruppe ebenfalls klar. Ein solcher Fahrdienst würde sich ihrer Ansicht nach wirtschaftlich nicht tragen. Wer selbst nicht mehr mobil sei, könne aus ihrer Sicht auch mit Unterstützung von Freunden, Nachbarn oder über Fahrgemeinschaften zum Dockkoog kommen.
Mehr als nur ein Badeplatz
Während ihrer Zeit am Wasser beobachtet die Gruppe nicht nur das Geschehen, sondern fühlt sich nach eigenem Verständnis auch mitverantwortlich. Ingrid Gummels beschreibt den Blick aufs Wasser als ständige Aufmerksamkeit für das, was am Dockkoog passiert. Wenn jemand ausrutsche oder ein Kind Hilfe brauche, bemerke die Gruppe das oft schnell.
So zeichnet die Pressemitteilung das Bild einer engen Strandkorbgemeinschaft, die nicht nur ihre gemeinsame Zeit genießt, sondern nach eigener Auffassung auch aufeinander und auf den Dockkoog achtgibt.
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