Husum fördert Jugendverband mit 500 Euro pro Kind
Erstmals finanzielle Unterstützung für SdU zur Stärkung kultureller Vielfalt und Minderheitenrechte
Die Stadt Husum hat beschlossen, den Jugendverband Sydslesvig danske Ungdomsforeninger (SdU) erstmals auch in der offenen Kinder- und Jugendarbeit finanziell zu unterstützen. Mit diesem Schritt folgt die Kommune einem Antrag des SdU und setzt ein deutliches Zeichen für die Förderung kultureller Vielfalt in der Region.
Kulturelle Vielfalt und Identitätsförderung
Das Husum Børne- og Ungdomshus ist eine zentrale Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit dänischem Hintergrund. Hier werden neben pädagogisch begleiteten Freizeitangeboten auch gezielt kulturelle Inhalte vermittelt, um die Identitätsentwicklung der betreuten jungen Menschen zu fördern.
Der SdU hebt in seinem Antrag hervor: „Nur in Einrichtungen der Minderheit können wir sicherstellen, dass kulturelle Besonderheiten berücksichtigt und geschützt werden.“ Das Engagement zielt damit nicht nur auf Freizeitgestaltung, sondern unterstützt auch gezielt das kulturelle Selbstverständnis der dänischen Minderheit in Husum.
Finanzielle Unterstützung erstmals für offene Jugendarbeit
Bisher erhielt ausschließlich die Kinderhortarbeit in SdU-Einrichtungen eine Förderung über das Kindertagesförderungsgesetz. Die offene Kinder- und Jugendarbeit war hingegen bislang nicht berücksichtigt.
Der aktuelle Beschluss des Stadtverordnetenkollegiums bringt hier eine entscheidende Änderung: Künftig werden allen in der Stadt Storm-Stadt wohnenden aktiven Kindern und Jugendlichen 500 Euro Zuschuss pro Kopf gewährt. Grundlage dafür war eine einstimmige Entscheidung in der jüngsten Sitzung.
Der Betrieb des Jugendzentrums: Bedarf und Herausforderungen
Im Husum Børne- og Ungdomshus sind derzeit 50 junge Menschen aktiv, davon 33 mit Wohnsitz in Husum. Der Betrieb der Einrichtung ist mit laufenden Personal- und Materialkosten verbunden. Für die offene Jugendarbeit werden wöchentlich 24 Stunden für eine Fachkraft und 22 Stunden für eine Hilfskraft benötigt.
Zukunftsperspektiven für die Jugendarbeit in Husum
Mit der neuen Förderung schafft die Stadt Husum verbesserte Rahmenbedingungen für die offene Kinder- und Jugendarbeit in der Minderheiteneinrichtung. Dies dürfte nicht nur die Qualität der Angebote sichern, sondern auch die gesellschaftliche Teilhabe und Integration weiter fördern.
Der Beschluss wird von Beobachtern als wichtiger Schritt für das Miteinander der Kulturen und die Stärkung von Minderheitenrechten in der Stadt bewertet.
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