DLRG Husum: Einsatz am Wasser an der Dockkoogspitze
Sicherheit durch Container-Unterkunft bei eingeschränktem Badegebiet
Die DLRG Husum hat in dieser Sommersaison trotz der Neugestaltung der Dockkoogspitze ihren Einsatz am Wasser fortgesetzt und während der Bauarbeiten für Sicherheit gesorgt. Wegen der Arbeiten musste die Wachstation ihren gewohnten Standort vorübergehend verlassen. Statt des bisherigen Funktionsgebäudes stand der Organisation ein Container als Unterkunft zur Verfügung.
Nach Angaben von Sebastian Kuhlmann, Technischer Leiter der DLRG Husum, sei dies eine passende und praktikable Lösung gewesen. Zugleich hoffe man, die eigentliche Wachstation nach Abschluss der Arbeiten wieder auf den Stand der Zeit bringen zu können.
Einschränkungen während der Bauarbeiten
Auch der Wasserrettungsdienst war in diesem Sommer eingeschränkt. Durch die Bauarbeiten stand nur ein Teil des bisherigen Badegebietes zur Verfügung, zudem war dort die Wassertiefe geringer. Vom niedrigeren Standort aus war die Übersicht über die Wasserfläche nach Angaben der DLRG eingeschränkter.
Die DLRG Husum ist jedes Jahr vom 15. Mai bis zum 15. September am Dockkoog im Einsatz. Die Wachzeiten richten sich nach den Gezeiten. Zwischen 8 und 20 Uhr sind die Einsatzkräfte jeweils zwei Stunden vor und zwei Stunden nach Hochwasser vor Ort.
Viele Badegäste hätten sich nach Einschätzung der DLRG gut auf die veränderte Situation eingestellt. Die meisten Menschen seien froh, dass sie weiterhin baden könnten. Viele hätten sich an die Sperrfläche rund um die Baustelle gehalten und den verbliebenen Badebereich genutzt.
Vereinzelt habe es jedoch Probleme gegeben. Einige Badegäste seien in den abgesperrten Baustellenbereich geschwommen. Andere hätten ihre Fahrzeuge im absoluten Halteverbot abgestellt und dadurch die Rettungszufahrt behindert. Kuhlmann betonte, eine blockierte Rettungszufahrt könne im Ernstfall ein großes Problem sein. Die DLRG wünsche sich deshalb mehr Rücksicht.
Blick auf die künftigen Bedingungen
Grundsätzlich blickt die DLRG positiv auf die Veränderungen. Mit der Neugestaltung verbesserten sich künftig auch die Bedingungen für die Wasserrettung. Neben dem neuen Badesteg erhält die DLRG einen neuen Anleger, der den Einsatz der Rettungsboote erleichtern soll. Positiv bewertet werde auch die Zusammenarbeit mit der Stadt.
Kuhlmann verwies darauf, dass Einschränkungen in diesem Jahr nicht immer einfach gewesen seien. Ohne Baumaßnahmen gebe es aber auch keine Verbesserungen. Man solle deshalb vor allem nach vorne schauen. Die DLRG freue sich auf die fertig umgestaltete Dockkoogspitze.
Prävention und ehrenamtliches Engagement
Im bisherigen Wasserrettungsdienst leistete die DLRG vor allem kleinere Hilfeleistungen, darunter sogenannte Pflastereinsätze. Sorge bereitet der Organisation jedoch die bundesweite Entwicklung der Badeunfälle. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres weise die Statistik einen Anstieg bei den Badetoten aus. Besonders auffällig sei der Juni mit seinem guten Wetter im Binnenland gewesen. Männliche Jugendliche und junge Erwachsene zwischen elf und 30 Jahren seien dabei überproportional vertreten.
Für die DLRG ist deshalb Prävention besonders wichtig. Schwimmunterricht und regelmäßiges Schwimmen seien klare Maßnahmen, um Unfälle zu verhindern. Auch wer regelmäßig im Schwimmbad schwimme, könne seine eigenen Fähigkeiten und Grenzen besser einschätzen. Gerade bei jüngeren Kindern komme auch den Eltern eine besondere Verantwortung zu. Grundsätzlich gelte: Nie alleine schwimmen gehen.
Die DLRG Husum e. V. ist eine Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft und setzt sich für die Sicherheit im und am Wasser in Husum und der Region ein. Die Ortsgruppe hat aktuell 721 Mitglieder, darunter etwa 400 Kinder und Jugendliche. Als vollständig ehrenamtlich tätiger Verein ist sie auf Unterstützung angewiesen. Spenden werden unter anderem für Ausrüstung, Fortbildungen und die Nachwuchsarbeit benötigt.
Spendenkonto
DLRG Husum e. V.
VR Bank Westküste
IBAN: DE33 2176 2550 0009 1830 35
BIC: GENODEF1HUM
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